23.12.17


Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

ein ereignisreiches Jahr geht zuende. Schönen Erlebnissen im Zusammenhang mit unserer Arbeit haben vor allem die Belastungen durch die Großbaustelle am Ulmer Bahnhof gegenübergestanden. Lärm und Schmutz, durch Bauzäune beengte Gassen, durch die sich die nicht geringer gewordenen Auto- und Menschenmassen zwängen müssen, und ein vermehrtes Müllaufkommen durch Essen und Trinken „To Go“ zerren an den Nerven und bringen das Milieu um die Praxis manchmal an die Grenze der Verwahrlosung. Die Diskussion in den Medien um die Ansammlung von Heimatlosen, Kleinkriminellen und Alkohol- und Drogenkranken in der oberen Bahnhofstraße haben wir mit gemischten Gefühlen verfolgt. Niemand sollte seine Lebenskraft mit einer Suchterkrankung verschwenden, und alle diese Menschen sind zur Wahrnehmung der Verantwortung für sich und ihr Leben aufgerufen. Allerdings sehen wir in der Praxis bisweilen erschütternde Einzelschicksale, und es ist wohl eine ausgewogene Mischung aus Sanktionen und Hilfsangeboten, Strenge und Barmherzigkeit gefragt. Weihnachten ist ja eigentlich kein Fest des Konsums. Es hat etwas mit unseren christlichen Wurzeln zu tun, und wir sollten uns uns ab und zu daran erinnern.

Nach unserem Umzug aus dem alten Praxisgebäude am Bahnhofplatz 4 hatten wir auf eine dauerhafte Unterkunft am Bahnhofplatz 7 gehofft. Ein kleines Risiko war geblieben, weil bei verschachtelten Eigentumsverhältnissen die Verlängerung einer Erbpacht anstand. Die Grundeigentümer haben sich gegen die Verlängerung und für die Ablösung des Gebäudes bzw. die Auszahlung der Gebäudeeigentümer entschieden. Auf den Schrecken der Mieter (fünf Arztpraxen) kam zunächst die Beruhigungspille. Das Gebäude solle als Ärztehaus weitergeführt werden, und es sollten bei einer maßvollen Renovierung neue faire Mietverträge abgeschlossen werden. Die Verhandlungen haben sich dann aber über Monate hingezogen, und sehr spät kam das „April, April“ und uns wurde gekündigt. Parallel zu den Mietverhandlungen hatten die Grund- und neuerdings Gebäudeeigentümer mit dem Projektentwickler der Sedelhöfe Verkaufsverhandlungen geführt und waren zu einem Abschluß gekommen. Der Verkauf war ihr gutes Recht. Nicht fair war die Verschleppung, die uns Mieter etliche Monate gekostet hat, die wir für die Suche neuer Praxisräume und die Vorbereitung eines Umzugs dringend gebraucht hätten. In der Folge haben wir gute Erfahrungen mit dem Projektentwickler DC und Herrn Baubürgermeister v. Winning gemacht, die uns aber nur bedingt helfen konnten. Der Abriß des Gebäudes ist beschlossen. Der unwiderrufliche Räumungstermin ist für uns der 31.03.18.

Nach einigem Hin und Her zeichnet sich für uns inzwischen eine Lösung ab. Das Ehepaar Drs. Jöstingmeier hat in der Olgastraße 83 eine nervenärztliche Gemeinschaftspraxis geführt. Die beiden wollen die Praxis aus Altersgründen zum Jahreswechsel an einen Nachfolger übergeben, Herrn Prof. Dr. Axel Riecker, Neurologe und Geriater. In den Räumen ist Platz für zwei Ärzte, und Herr Prof. Riecker und ich sind übereingekommen, die Räume ab 1. April als Praxisgemeinschaft zu nutzen. Es ist noch viel Detailarbeit zu leisten, aber ich bin zuversichtlich, daß unser Betrieb ab 3. April, dem Dienstag nach Ostern, dort weitergeführt werden kann.

Am Tag vor Heiligabend bleibt ein vorsichtig optimistischer Ausblick. Ich danke auch in diesem Jahr allen Patientinnen und Patienten für ihr Vertrauen und besonders für ihre Geduld bei manchmal langen Wartezeiten. Meinen Helferinnen danke ich für ihre Loyalität in einer von Unsicherheit und immer wieder umgestoßenen Plänen geprägten Zeit und für ihre zuverlässige Arbeit. Grüßen möchte ich an dieser Stelle meine Kolleginnen Frau Dr. Etzrodt-Walter, Frau PD Dr. Roll und Frau Dr. Weithöner sowie Herrn Dr. Guggenmoos. Die geteilten Sorgen haben dann doch etwas weniger schwer gewogen.

Ihnen allen wünsche ich Frohe Weihnachten und viel Glück für 2018, an erster Stelle natürlich Gesundheit!

Dr. Klaus Rudolf Möller




12.02.2017

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

es ist schwierig, die Informationen über die Baustellen am Ulmer Hauptbahnhof auf dem neuesten Stand zu halten. Ich mache deshalb auf aktuelle Beiträge der Südwestpresse aufmerksam, die die
Änderungen der Verkehrsführung und Baustellen am Hauptbahnhof beschreiben. Interessant ist auch die Bildergalerie mit verschiedenen Lageplänen.

Erfreulich ist immerhin, daß der Taxistand an den Eingang zur Bahnhofstraße verlegt wird und der Weg zu unserer Praxis dadurch deutlich kürzer wird.

Wir danken Ihnen einmal mehr für Ihre Geduld.

Dr. K. R. Möller



26.09.2016

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

nach langer Stagnation sind die
Bauarbeiten auf dem Sedelhofgelände inzwischen in vollem Gange. Hinzu kommen die Arbeiten an der neuen Straßenbahnlinie 2 und Arbeiten an der Friedrich-Ebert-Straße mit einer Fahrbahnverengung. Ebenfalls gebaut wird vor dem Bahnhof und der Post, hier fehlen die gewohnten Parkplätze. Der bisherige Busbahnhof (ZOB) wurde verkleinert, ein neuer Busbahnhof wurde an der Schillerstraße in der Nähe des Landratsamts gebaut. Die Busbahnhöfe heißen nun: ZOB Ost (bisheriger ZOB) und ZOB West (Schillerstraße).

Die Behinderungen sind nicht zu leugnen. Zur Vermeidung von Stress und Frustrationen haben wir folgende Hinweise für Sie:
  • Unser nächstgelegenes Parkhaus, das Deutschhaus, bleibt die bequemste Anlaufstelle. In Stoßzeiten muß man jedoch mit einer Warteschlange rechnen. Dies gilt vor allem zu einkaufsintensiven Zeiten, im Winter auch in der Zeit des Weihnachtsmarktes. Vor der Öffnung der Geschäfte, d.h. vor 09:30 Uhr, und an normalen Arbeitstagen bekommt man aber in der Regel einen Parkplatz. Die Tiefgarage vor dem Intercity-Hotel ist ebenfalls noch in Betrieb.
  • Bei der Anfahrt mit dem Auto aus östlicher Richtung sollten Sie das Parken an der Donauhalle in Betracht ziehen und dort in die Straßenbahn umsteigen.
  • Es gibt in beschränktem Umfang Parkmöglichkeiten im Dichterviertel, von wo man über den großen Steg bis zum Bahnhofplatz gelangen kann. Sowohl an der Schillerstraße als auch auf der Bahnhofsseite finden Sie Aufzüge für Gehbehinderte oder Rollstuhlfahrer. Dafür, daß die Aufzüge immer funktionieren, können wir uns aber nicht verbürgen.
  • Der Parkplatz zu ebener Erde beim Autohaus Hanser u. Leiber ist leider der Baustelle zum Opfer gefallen. Es scheint, daß hier keine neuen Parkplätze mehr geschaffen werden.
  • Die Tiefgarage beim Theater ist werktags und tagsüber nur für Dauerparker und für Fahrzeuge mit reservierten Stellplätzen zugänglich. Erinnert sei an die etwas entfernteren Parkhäuser im Salzstadel und im Fischerviertel. Die Tiefgarage am Rathaus ist meistens als erste belegt.
  • Personen, die gut zu Fuß sind, können auf der Neu-Ulmer Seite den großen Parkplatz beim „Golden Tulip“ Hotel (ehemals Mövenpick) benutzen und zu Fuß über die Donau in die Ulmer Innenstadt gelangen – ein Vorschlag für alle, die noch einen Bummel durch die intakten Teile der Stadt machen wollen (Fischerviertel, Neue Mitte, Münsterplatz, Herrenkellergasse etc.). Auf der Neu-Ulmer Seite gibt es seit kurzem die Tiefgarage auf der Insel im neuen Brückenhaus der Sparkasse.
  • Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Benutzung des Privat-Pkws vorzuziehen. Straßenbahn und SWU-Busse führen Sie direkt vor unsere Haustür.
  • Bei der Anfahrt mit einem Bus aus dem Umland bedenken Sie bitte, daß der Bus vielleicht in der Schillerstraße ankommt und daß Sie den Bahnhofssteg benutzen müssen.
Die Angaben gelten nach bestem Wissen. Kurzfristige Änderungen der Situation können wir nicht ausschließen. Ein Ende der Arbeiten ist langfristig in Sicht, aber der Zustand wird in den nächsten beiden Jahren unbefriedigend bleiben. Wir hoffen auf Ihr Verständnis für Behinderungen, auf die unsere Praxis keinen Einfluß hat, und auf Ihre Geduld.

Dr. K. R. Möller



29.11.2015

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,
 
aus gegebenem Anlaß weise ich darauf hin, daß Termine für Neupatienten zur Zeit nur mit einem Vorlauf von 6 bis 8 Wochen vergeben werden können. Ich arbeite (gern und freiwillig) 50 bis 60 Stunden in der Woche, aber irgendwann sind auch meine Kräfte erschöpft und alle Randtermine am Abend verplant. 
 
In Notfällen sind wir auch für Neupatienten ansprechbar. Nicht immer können wir die Notversorgung selbst leisten, und manchmal müssen wir Sie an andere Praxen oder eine Klinikambulanz verweisen. Ein Notfall zeichnet sich aus durch dringenden unmittelbaren Handlungsbedarf, der in aller Regel von der Hausärztin oder vom Hausarzt festgestellt wird. Wenn dieser es für ärztlich geboten hält, ruft er uns an, erklärt die Notlage und vermittelt einen Termin für Sie. Der Notfall bedeutet immer, daß Stress entsteht und daß bei anderen Kranken Abstriche gemacht werden müssen! Eine private Krankenversicherung allein begründet keinen Notfall, schließt ihn aber natürlich auch nicht aus.
 
In der Zeit zwischen dem 24.12.15 und dem 06.01.16 haben wir einen eingeschränkten Betrieb. Die Tage, an denen die Praxis ganz geschlossen ist, sind der Ansage am Telefon und unserer Homepage zu entnehmen.
 
Ich danke bei dieser Gelegenheit ausdrücklich meinen Helferinnen, die mir mit Umsicht und viel Geduld den Rücken stärken und meine Arbeit erst möglich machen. Die Praxis dankt allen Kranken, die uns im demnächst ausklingenden Jahr die Treue gehalten haben. Wir wünschen Ihnen einen besinnlichen Advent, gesegnete Weihnachten, Glück und vor allem natürlich Gesundheit im Jahr 2016.
 
Dr. K. R. Möller